„Original“ – unser Frühlingskonzert 2026

Neues Jahr, neuer Kapellmeister, neue Stücke – und damit auch neue Herausforderungen. Gemeinsam mit unserem neuen Kapellmeister Claude widmeten wir uns heuer beim Frühlingskonzert ganz dem Motto „Original“.

Auf unserem Programm standen ausschließlich Werke, die ursprünglich für Blasorchester komponiert wurden – und das mit einer klitzekleinen Ausnahme sogar tatsächlich in ihren originalen Fassungen. Nur beim Königsmarsch von Richard Strauss mussten wir ein wenig schummeln und mithilfe eines Arrangements die Orchesterbesetzung erweitern.

Ein besonderes Highlight war für uns die Suite Française von Darius Milhaud. Das Werk entstand während Milhauds Exil in den USA im Zweiten Weltkrieg und beschreibt musikalisch verschiedene französische Provinzen und deren Befreiung. Besonders im Satz Alsace-Lorraine wurden die düsteren Klangbilder fast greifbar – zitternde Spannung, ferne Artillerie und wuchtige Schläge in Posaunen und großer Trommel sorgten für echte Gänsehautmomente.

Den Abschluss unseres Konzerts bildete schließlich ein guter Bekannter: Jungle von Thomas Doss. Denn – wie unsere charmante Moderatorin Ulli so treffend meinte – ein Konzertprogramm ohne Thomas Doss geht bei uns auch unter neuer Leitung eigentlich gar nicht. 

Jetzt starten wir erst einmal in einige gemütliche Frühschoppen-Ausrückungen – unter anderem beim Sommerfest der Blasmusik Don Bosco am 13. Juni – bevor es dann in eine kurze, aber wohlverdiente Sommerpause geht.

Bereits vor dem Konzert herrscht höchste Konzentration. Bei der Einspielprobe werden die letzten Töne perfektioniert und jede:r sucht sich auf der Bühne das passende Plätzchen – man will sich schließlich gut hören können.
Moderatorin Ulli (wohlgemerkt nicht nur Moderatorin, sondern auch unsere erste Klarinettistin) führte gewohnt charmant und mit viel Witz durch den Konzertnachmittag. Dieses Jahr nahm sie unser Publikum sogar ein wenig mit in die Probenarbeit und plauderte die eine oder andere Anekdote aus dem Orchesteralltag aus.
Schlussapplaus für die Solist:innen bei Jungle! Ein mitreißendes Stück voller Effekte (Affen, Elefanten und manchmal auch Trompeten), eingängiger Melodien und kontrastreicher Schlagwerkrhythmen. Man merkt einfach: Diese Musik liegt uns.

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